Kultursensible Pädagogik im MINT-Unterricht

Kultursensible Pädagogik kann in allen Fächern angewandt werden, wovon alle Schüler:innen profitieren. Die aus dem Projekt resultierenden Ressourcen sollen zum einen allen Lehrpersonen an der MS zur Verfügung gestellt werden (42), zum anderen sollen diese Ressourcen im Lehramtsstudium zum Einsatz kommen.

Projekt

Kultursensible Pädagogik (Culturally Responsive Pedagogy, CRP), beschreibt wenn Lehrpersonen, die Bedürfnisse der Lernenden verstehen und erkennen, um effektiven Unterricht sowohl auf individueller als auch auf Gruppenebene zu gestalten und um das Klassenklima zu fördern (Emmer & Stough, 2001; Ladson-Billings, 1996). Besonders im MINT Unterricht ist dies relevant, da in diesen Fächern kulturell diverse Schülerinnen oft das Gefühl haben, nicht zu den Bildungsgewinnern zu gehören, sich nicht willkommen fühlen und frühzeitig ihr Interesse für MINT Fächer verlieren (Emdin & Adjapong, 2021). Im deutschsprachigen Raum gibt es immer noch zu wenige Materialien, die die Unterrichtsgestaltung für Schülerinnen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen unterstützen berichtet Glanzer (2023) obwohl spätestens seit der Pandemie allen bewusst ist, dass Pädagogik überdacht werden muss damit alle Schülerinnen Bildungserfolge verzeichnen können (Ladson-Billings, 2021). In Österreich ist das CRP-Konzept in MINT-Fächern, das in anderen Ländern (z.B. Neuseeland, Kanada) großen Erfolg erzielt hat, weitgehend unbekannt. Zentral ist, dass durch CRP-Strategien alle Schülerinnen profitieren können. Wenn junge Menschen nicht über das Wissen, dass sie von zu Hause mitbringen gefragt werden und die Schule als einen fremden, gefühllosen und unsicheren Ort wahrnehmen, an dem sie sich nicht zugehörig fühlen, kann sich dies in schwierigem oder störendem Verhalten widerspiegeln (Glynn, Cowie, Otrel-Cass & MacFarlane, 2010). Das Ziel des Projekts ist es, zentrale CRP-Konzepte verständlich für Lehrpersonen aufzubereiten, mit Fokus auf den MINT Fächern der Sekundarstufe I. Im Zeitraum von drei Monaten werden basiert auf einer Literaturrecherche Konzepte und Umsetzungsvorschläge entwickelt, die im Co-Creation-Prozess mit Lehrpersonen überarbeitet werden. Die resultierenden Unterrichtsmaterialen werden Schulen und Lehramtsstudierenden als OERs zur Verfügung gestellt.

Organisation & Info

Kathrin Otrel-Cass
kathrin.otrel-cass@uni-graz.at 


Universität Graz
Institut für Bildungsforschung und Pädagoginnenbildung
Elisabethstrasse 41 
8010 Graz 


bildungsforschung.uni-graz.at

Projektteam

Kathrin Otrel-Cass

Universität Graz

Stefanie Rauch

Universität Graz

Michaela Frieß

Direktion MS St. Leonhard

Kompetenzmodell

Mithilfe der GECKO-Plattform wurden im Kompetenzmodell Fähigkeiten beschrieben, die Lehrpersonen im Rahmen des Projekts erwerben können.

Downloads & Materialien

Alle Inhalte sowie Lern- und Lehrmaterialien sind als Open Educational Resources (OER) unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 lizenziert und dürfen nur unter den folgenden drei Bedingungen geteilt oder bearbeitet werden: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Fördergeber

Das Vorhaben wurde als Projekt im Rahmen des Educational Innovation Lab for Sustainable MINT (EIL4MINT) im Educational Lab begleitet und gefördert. EIL4MINT wird aus Mitteln der Innovationsstiftung für Bildung gefördert und im Rahmen des FFG-Programms »Innovationslabore für Bildung« durchgeführt.

Mitfinanzierende Organisationen:
Lakeside Science & Technology Park GmbH, Universität Klagenfurt, Bildungsdirektion Kärnten, Pädagogische Hochschule Kärnten, Fachhochschule Kärnten

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