Materialentwicklung 4.0
Digitale und technische Kompetenzen für analoges Unterrichtsmaterial | Materialentwicklung 4.0 verbindet Schule und FabLab: Lehrpersonen entwickeln mithilfe digitaler Fertigungstechnologien eigenständig analoge Unterrichtsmaterialien – von der Idee über den Prototyp bis zum einsatzbereiten Produkt.
Projekt
Im Rahmen des bundesweiten digi.case-Projekts des BMBWF wurden ab dem Schuljahr 2023/24 österreichweit Fortbildungsangebote für Volksschullehrpersonen umgesetzt. Diese Fortbildungen kombinierten asynchrone Onlineformate (MOOC) mit Präsenzschulungen und adressierten zentrale Zukunftskompetenzen wie Computational Thinking, Problemlösefähigkeiten sowie digitale Kompetenzen. Ein wesentliches Merkmal des Programms war dabei die bewusste Verknüpfung digitaler Zugänge mit analogen Unterrichtsmaterialien.
Ein zentrales Element dieser Fortbildungen stellte der sogenannte Medienkoffer dar, der nicht nur als Sammlung einsatzfertiger Materialien konzipiert ist, sondern explizit dazu anregen soll, Materialien weiterzuentwickeln, anzupassen und eigenständig zu gestalten. Aufbauend auf diesem Ansatz setzt das vorliegende Vorhaben an und erweitert ihn gezielt um eine technisch-praktische Entwicklungsperspektive.
Ziel ist es, Lehrpersonen über die Nutzung von FabLab-Infrastruktur jene digitalen und technischen Kompetenzen zu vermitteln, die notwendig sind, um eigenes analoges Unterrichtsmaterial jenseits von Schulbuch und Arbeitsblatt zu entwerfen und herzustellen. Auf Grundlage bereits etablierter Materialien (z. B. Soma-Würfel, Geobrett, Tangram) werden neue Materialkonzepte entwickelt, prototypisch umgesetzt und für den praktischen Einsatz im Unterricht adaptiert.
Für das Schuljahr 2024/25 sind entsprechende Fortbildungen für Volksschullehrpersonen geplant, die über die Pädagogische Hochschule Kärnten im Rahmen des Education Innovation Studio angeboten werden. In diesen Fortbildungen entwerfen die Teilnehmenden analoge Unterrichtsmaterialien, die sich unmittelbar an den konkreten Bedürfnissen ihrer eigenen Klassenräume orientieren. Die technische Umsetzung – etwa mithilfe von 3D-Druck oder weiteren digitalen Fertigungstechnologien – erfolgt im Rahmen begleiteter Praxistermine im SmartLab.
Über die individuelle Materialentwicklung hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, eine nachhaltige Community von Lehrpersonen aufzubauen, die sich mit den Themen analoges und digitales Unterrichtsmaterial, Digitalisierung, MINT-Bildung sowie experimentelles Arbeiten mit Technik auseinandersetzen und sich fachlich wie kollegial vernetzen.
Organisation & Info
Corinna Mößlacher, Nora Ulbing & Harald Meyer
Pädagogische Hochschule Kärnten
Hubertusstraße 1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Kompetenzmodell
Mithilfe der GECKO-Plattform wurden im Kompetenzmodell Fähigkeiten beschrieben, die Lehrende im Rahmen des Projekts erwerben können.
Downloads & Materialien
Alle Inhalte sowie Lern- und Lehrmaterialien sind als Open Educational Resources (OER) unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 lizenziert und dürfen nur unter den folgenden drei Bedingungen geteilt oder bearbeitet werden: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
Impressionen
Fördergeber
Das Vorhaben wurde als Projekt im Rahmen des Educational Innovation Lab for Sustainable MINT (EIL4MINT) im Educational Lab begleitet und gefördert. EIL4MINT wird aus Mitteln der Innovationsstiftung für Bildung gefördert und im Rahmen des FFG-Programms »Innovationslabore für Bildung« durchgeführt.
Mitfinanzierende Organisationen:
Lakeside Science & Technology Park GmbH, Universität Klagenfurt, Bildungsdirektion Kärnten, Pädagogische Hochschule Kärnten, Fachhochschule Kärnten