NaBiFors MINT
Bodengesundheit verstehen und vermitteln
Ein interdisziplinärer Unterrichtsansatz zu Boden, Nachhaltigkeit und Forschung | NaBiFors MINT verbindet Forschung, Schule und Lehramtsausbildung: Studierende, Lehrpersonen und Wissenschaft arbeiten gemeinsam an innovativen Unterrichtsmaterialien, um Bodengesundheit, Nachhaltigkeit und klimarelevante Prozesse anschaulich und forschungsnah zu vermitteln.
Projekt
Das Projekt NaBiFors MINT (»Gesunder Boden«) verbindet Forschung, Lehrer:innenbildung und schulische Praxis in einem zyklischen, interdisziplinären Ansatz. Ausgangspunkt ist die Kooperation zwischen dem Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Klagenfurt, dem Ingeborg-Bachmann-Gymnasium und der MS Gegendtal. Ziel ist es, die Bedeutung von Bodengesundheit, Nachhaltigkeit und ökologischen Wechselwirkungen für Schüler:innen und Studierende gleichermaßen erfahrbar zu machen.
Im Zentrum steht die enge Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung: Lehramtsstudierende nehmen an Feldarbeiten gemeinsam mit Fachgeograph:innen teil, führen Bodenprobenanalysen durch und werten diese im Labor aus. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden unmittelbar in die Entwicklung didaktischer Unterrichtsmaterialien überführt. Diese Materialien – darunter Arbeitsblätter, digitale Recherchen, Skizzenaufgaben, Bodenprofilvergleiche und multimediale Inhalte – werden an Partnerschulen erprobt, evaluiert und iterativ verbessert. So entsteht ein enger Rückkopplungsprozess zwischen Forschung, Ausbildung und Unterrichtspraxis.
Das Projekt legt besonderen Wert auf digitale Unterstützung: Kartenanwendungen, Bodenprofil-Datenbanken, Videos und Online-Recherchetools werden gezielt eingesetzt, um nachhaltiges, kompetenzorientiertes Lernen zu fördern. Die Schüler:innen lernen, Bodenprozesse, Klimafaktoren und ökologische Zusammenhänge selbstständig zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Themen wie Bodenverdichtung, Permafrost, Bodenversiegelung und nachhaltige Nutzung werden durch konkrete Beispiele und wissenschaftliche Methoden greifbar gemacht.
Gleichzeitig stärkt das Projekt die Rolle von Mädchen und jungen Frauen in Naturwissenschaften, indem weibliche Lehrpersonen und Forscherinnen sichtbar beteiligt sind und Vorbilder bieten. Die Unterrichtssequenzen fördern wissenschaftspropädeutisches Arbeiten, forschendes Lernen und ein Bewusstsein für die Bedeutung von Bodenökologie für Klimaschutz, Landwirtschaft und Gesellschaft.
Die im Projekt entstandenen OER-Materialien wurden so gestaltet, dass sie flexibel einsetzbar, adaptierbar und breit zugänglich sind. Sie werden auf öffentlichen Plattformen sowie im Rahmen von Fortbildungen verbreitet. Ein begleitender Fachartikel in Geographie Aktuell dokumentiert theoretische Grundlagen, Umsetzungsschritte und empirische Erkenntnisse. Damit leistet NaBiFors MINT einen nachhaltigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung im MINT-Unterricht und zur Stärkung ökologischer Bildung.
Organisation & Info
Glenda Garcia-Santos (Projektleitung)
Universität Klagenfurt
Glenda.GarciaSantos@aau.at
Ingrid Huber (Umsetzung in der Schule)
Ingeborg Bachmann Gymnasium
9020 Klagenfurt | MS Gegendtal
ingrid.huber@aau.at
Downloads & Materialien
Alle Inhalte sowie Lern- und Lehrmaterialien sind als Open Educational Resources (OER) unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 lizenziert und dürfen nur unter den folgenden drei Bedingungen geteilt oder bearbeitet werden: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
Fördergeber
Das Vorhaben wurde als Projekt im Rahmen des Educational Innovation Lab for Sustainable MINT (EIL4MINT) im Educational Lab begleitet und gefördert. EIL4MINT wird aus Mitteln der Innovationsstiftung für Bildung gefördert und im Rahmen des FFG-Programms »Innovationslabore für Bildung« durchgeführt.
Mitfinanzierende Organisationen:
Lakeside Science & Technology Park GmbH, Universität Klagenfurt, Bildungsdirektion Kärnten, Pädagogische Hochschule Kärnten, Fachhochschule Kärnten